Anomalie eines Quartzkristall.

Photo © Benjamin Voumard.

SPhärenmusik

Ist da draußen Irgendetwas? Seit der Mensch den nächtlichen Sternenhimmel betrachtet und den Lauf der Planeten verfolgt, wird seine Fantasie durch diese Frage angefacht.

In unserem akustisch-performativen Kabinett der Kuriositäten segeln wir quer durch die Zeiten und Galaxien und laden das Publikum dazu ein, das Unfassbare des Universums, das Widersprüchliche der Zeit und das Sphärische der Musik zu entdecken.

Die Vorstellung, daß die Ordnung im Kosmos von Zahlen und musikalischen Harmonien bestimmt ist, gehört zu den ältesten Mythen der Menschheit.

Pythagoras von Samos (569 - 475 v.Chr.) und seine Bruderschaft glaubte an eine Harmonie, die Musik, Mathematik und Physik miteinander verband. Ihrer Theorie zu Folge hören Götter und ausgewählte Menschen die von Sonne, Mond, Planeten und Sternen generierten musikalischen Sphärenklänge.

Auch Plato (427 -347 BC), William Shakespeare (1564− 1616), Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) und Rainer Maria Rilke (1875-1926) glaubten an die Sphärenmusik. Johannes Kepler (1571 −  1630) versuchte 2000 Jahre nach Pythagoras ohne Erfolg die Bewegung der Planeten und ihre musikalischen Harmonien zu verstehen. In der Wissenschaft verschwand damit die Idee eines klingenden Universums bis Astronomen im Jahre 1970 herausfanden, dass es Klänge in den Sternen gibt. Die Wissenschaft der Sphärenmusik, die Asteroseismologie, wurde geboren.

mit:

Meret Roth: Sopran

HannaH Walter: Violine

Benoit Morel: Viola

Stefanie Mirwald: Akkordeon

Robert Torche: Elektronik

 

gefördert durch:

Zürcher Kulturstiftung, C&A Kupper Stiftung

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